Eigenbau-Projekt AKN VTA in 1:160
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Tja, und da stand ich da ich armer Thor ;)
Wie und womit anfangen ?Nachdem ich das Internet nach brauchbaren Informationen
bereits abgegrast hatte, kam mir der Gedanke, mal direkt bei der AKN anzufragen,
wie es mit Zeichnungen des Fahrzeuges aussieht. Nunja, gesagt getan, also auf die
Website der AKN gegangen, eine freundliche eMail verfasst und ein paar Tage
später hatte ich einen Brief im Kasten. Inhalt: zwar nur eine kopierte A4
Zeichnung, aber damit ließ sich doch gut arbeiten.
Es ist eine Seitenan-, eine Frontan- und eine Draufsicht. Alle im gleichen
Maßstab. Und dank Angabe einiger Maße ließ sich der Rest dann abmessen und
umrechnen.
Und so sieht das Original aus:

Als erstes habe ich dann mal zwei Papierschablonen der Abmaße ausgeschnitten
und auf einen ausgedruckten R1 gelegt (ja R1 ist nicht schön, aber auf unserer
Anlage leider an einigen Stellen verbaut). Und es paßt.

Als nächstes ging es dann auf die Suche nach passenden Fahrgestellen. Da der Triebwagen
ein Jakobsdrehgestell besitzt, war mir bereits klar, dass es da nichts fertiges gibt,
was auch maßlich noch passen würde.
Letztendlich bin ich bei JapanModellRailways im Webshop über diese Tomytec Fahrgestelle
gestolpert, die einen guten Eindruck machten und auch preislich akzeptabel sind.
So sind sie dann hier angekommen.

Und das ist der Inhalt: Die Fahreigenschaften sind gut, nur sind die Dinger
verdammt schnell.
Unter dem Ballastgewicht (links vom Motor) befindet sich übrigens eine kleine
Schwungmasse (kann man auf einem späteren Foto noch erkennen).

Also muß da was gegen getan werden. Die Idee, die mir dann kam, war, die beiden
Motoren in Reihe zu schalten. Dadurch halbiert sich pro Motor die Spannung
und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Verdrahtung ist etwas windig,
aber es waren ja nur erste Testfahrten, und dafür langt es völlig.
Kleine Anmerkung: natürlich mußte ich die Motorkontakte von unten nach oben
verlegen. Standardmäßig bekommen die Motoren ihren Strom von den beiden Kontakt-
streifen unterhalb der Motoren.

Nachdem die Elektrik nun sozusagen geklärt ist, gehts an den Umbau. Hierzu
wurden erstmal die beiden nicht mehr benötigten (bzw. temporär nicht mehr be-
nötigten Drehgestelle ausgebaut). Eines der beiden wird dann später zum Jakobsdreh-
gestell umgebaut. Ausbau ging problemlos, da alle Teile nur geklipst sind.

Hier ist links bereits das fast fertige Gestell zu sehen. Es wurde eigentlich nur
der Getriebekasten abgefräst. Später wurde dann noch ein Teil gefräst, das später die
beiden Fahrzeughälften verbindet. Rechts das zweite, unbearbeitete Drehgestell.
Dort ist der Getriebekasten zu sehen.

Dann mal eine erste Anordnung der Teile, um die Maße der "Füllstücke" auszuloten,
da ich ja beide Fahrzeughälften verlängern mußte.

Geschafft. Die beiden Fahrzeughälften sind verlängert, das Verbindungstück im Dreh-
gestell tut auch seinen Dienst. Um die Verlängerungen einzubauen, mußte ich am
Fahrgestell lediglich den Quersteg wegfräsen (den Quersteg kann man oben auf dem Karton
der Gestelle gut sehen). Da die Gestelle symetrisch sind, befindet sich dieser Steg
auf beiden Seiten. Die andere Seite mußte dann später auch weggefräst werden, um die
Scharfenbergkupplung von Imotec anbauen zu können.

Der Einbau der Kupplungen. Zuerst hatte ich ja etwas Angst, als ich die Kupplungen
bekam und auspackte. Scheisse sind die klein und filigran. Aber letztendlich ging
der Einbau dann doch zügig und problemlos von statten.
Da es der Zufall wollte, das die Oberkante der Fahrgestelle auch die Oberkante der
Kupplung darstellt, brauchte ich diese nur an eine kleine Kunststoffplatte zu schrauben,
welche dann wiederrum an das Fahrgestell geschraubt wurde. Ende - Aus - Micky Maus ;)

Da die arbeiten am Fahrgestell nun sozusagen abgeschlossen sind, ging es nun nur noch
darum, die Motoren, die Kontakte und die Verkabelung wieder einzubauen.
Um die Kabel einigermaßen zu bändigen, habe ich dann kleine Schrumpfschlauchstücke
als Kabelführung auf den Boden geklebt. Da zwischen den Hälften nur 3 Litzen durchgehen
ist auch die Kurvengängigkeit nachwievor gewährleistet.
Hier sind auch die weiter oben erwähnten Schwungmassen gut zu sehen, da ich für das Foto
die Ballastgewichte weggelassen habe.

Und noch ein Blick aus dem "Hubschrauber" ;)

Hier noch eine kleine Anprobe mit einem maßstäblichen Druck des Gehäuses.
Die Proportionen sehen schonmal recht gut aus. Gefällt mir ;)

Da mich jemand fragte, ob das mittlere Drehgestell auch zur Stromabnahme heran-
gezogen würde, und ich dieses verneinen mußte, habe ich mich nun entschieden, dieses
eben doch zu ändern. Nun nehmen also alle Achsen Strom ab. Durch die Fahrzeuglänge
dürfte nun jede Weichenstrasse ohne Probleme zu befahren sein.

Und das mittlere Drehgestell nochmal in groß. Das grüne Kabel ist die Verbindung
der beiden Motoren.

Das Gehäuse !!
Nach einer kleinen Investition in ein Tauchätzbad hat nun der Bau des Gehäuses
begonnen. Dafür, dass dies meine allererste selbstgeätzte Platte ist, ist das
Ergebnis gar nicht mal so schlecht. Es bleibt allerdings ein Prototyp, der nur
der Maßkontrolle sowie der Passgenauigkeit dient.
Das Ätzbad:

... und einer meiner selbstgebauten Plattenhalter (zum fixieren):

Die erste Ätzung:

Zuerst wollte ich dieses Platte ja als Andenken für die Anfänge aufbewahren, habe
mich dann aber doch entschlossen, mal eine Hälfte probeweise zu falten. Das Ergebnis
zeigt das folgende Bild:

Und hier die "Hülle" nochmal auf das Fahrgestell gelegt. Etwas windschief, aber das
liegt an der noch mangelnden Befestigung. Doch das kommt später ...
Erstmal werden jetzt Fehler im Gehäuse ausgemerzt, das Layout dementsprechend geändert
und dann wird die 2te Version evtl. schon die endgültige ;) ...
oder wie der Kaiser sagt "Schaun mer mal !"

Hoffe, der Bericht gefällt bisher. Mal sehen, wie es weitergeht ;)
N-Joern.
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letztes Update: 10/10/2008 - 01:52 by N-Joern